Schmerzlose Geburt

Das wohl tiefgreifendste Ereignis überhaupt im Leben einer Frau – und deren Baby.

Heute wird die Geburt leider nicht mehr als natürlich sondern eher als Krankheit und als gefährlich angesehen.

Die meisten Frauen gehen in’s Krankenhaus – meiner Meinung nach der letzte Ort wo eine Gebärende hingehört – denn sie ist nicht krank!

Die Geburt ist ein zutiefst natürlicher spiritueller, sexueller, magischer und seelischer Akt der Wiedergeburt – sowohl für die Frau als auch für das Baby. Die Geburt ist für mich der ultimative göttliche Akt von Leben. In diesem Prozess vereinen sich sämtliche Kräfte des Universums – sowohl die männlichen aus auch die weiblichen. Zur Geburt  gehört sowohl das sich ausdehnende (männliche), als auch das sich zusammenziehende (weibliche) Prinzip.

Für mich gibt es immer zwei Wege – entweder die Angst oder die Liebe – und zur Liebe gehört Vertrauen. Man kann vor der Geburt Angst haben, vor den Schmerzen, vor Komplikationen, vor dem Tod, usw… (und wird dadurch nach dem Prinzip von Ursache und Wirkung auch solche Situationen anziehen) oder man freut sich auf die Geburt, im Bewusstsein dass diese sehr wohl anstrengend sein kann, aber nicht schmerzhaft sein muss.

Schmerzen entstehen durch Verkrampfung und diese wiederum entstehen durch Angst.

Schmerzen sind ein Hilfsmittel unseres Körpers, uns mitzuteilen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Sei es auf psychischer, mentaler oder physischer Ebene. Sind wir entspannt, psychisch, ist es auch unser Körper. Und wo nichts verkrampft ist, entsteht auch kein Schmerz.

Wehen, im folgenden “Wellen” genannt, sind nicht schmerzhaft… sondern Ängste, Erwartungen und Verspannungen im Körper der Frau verursachen, dass die Gebärmutter härter arbeiten muss und dies wird als Schmerz erfahren. Lange Konditionierung und Angstmacherei, erfüllen uns in dem Glauben, gebären sei schmerzhaft und gefährlich. Zudem kommt bei Ängsten und Unsicherheiten aller Art wie bereits unter Alleingeburt und Laura Shanley beschrieben, das Hormon Adrenalin dazu und führt eben zu diesem Schmerz.

Die Geburt sollte unter den gleichen Umständen wie Sex stattfinden können. Wird eine Frau sexuell stimuliert oder auch während dem Stillen, setzen sich Hormone wie das Oxytocin frei die sie in Exstase versetzen. Durch Oxytocin, welches auch während der Geburt freigesetzt wird und die Kontraktionen der Gebärmutter hervorruft und diese steigert, gerät die Mutter in eine Art Trancezustand, welcher für eine natürlich verlaufende Geburt notwendig ist. Durch das Oxytocin entspannt sich der Körper der Mutter aber auch und Glückshormone werden freigesetzt. Ist die Frau entspannt und in einer wohligen geborgenen Atmosphäre kann die Geburt ungestört ihren Lauf nehmen, sowohl das Hormon Endorphin welches schmerzlindernd ist, als auch das Hormon Oxytocin werden durch die entspannte Haltung der Mutter bedingt. Ist die Mutter aber ängstlich, verspannt und fühlt sich nicht wohl, wird im Körper das Hormon Adrenalin freigesetzt, welches für Gefahrensituationen notwendig ist. Dieses bewirkt eine Steigerung der Herzfrequenz und einen Anstieg des Blutdrucks, was wiederum dazu führt, dass die Atmung der Mutter kürzer und schneller wird. Dadurch reduziert sich der Sauerstoffgehalt im Körper und somit ist die Versorgung durch die Plazenta und Nabelschnur nicht mehr ausreichend gewährleistet.

Dieser Prozess ist ein uralter Schutzmechansimus. Stell dir vor, du bist in der Natur (so wie es früher die Regel war) und der Geburtsverlauf nimmt seinen Gang. Dann siehst du ein Raubtier oder denkst, hättest eines gesehen oder es könnte gleich eines auftauchen… Nur schon der blosse Gedanken daran, auch wenn du vielleicht glaubst, dass du ruhig bist, versetzt deinen Körper in einen Zustand in dem er dir “hilft” wegzulaufen oder zu kämpfen. Dieses Hormon kann dir Gefühle bereiten, die in einer Gefahrensituation durchaus angebracht sind, während der Geburt jedoch diese verzögern oder sogar verhindern, je nach dem in welcher Phase. Die Gebärmutter verspannt sich und wird das Kind nicht weiter “freigeben” solange Du nicht in einer sicheren Umgebung bist.”

Viele Frauen wachsen im Bewusstsein oder eben Unbewusstsein auf, dass Geburten schmerzhaft sind. In unserer “modernen” Kultur erleben viele Frauen ihre Geburtserfahrungen unter Ängsten und emotionalen Blockaden welche dann zu Schmerzen führen. Dies wird an unsere Kinder weitergegeben und wenn diese einmal gebären, werden sie warschienlich dasselbe wieder erleben. Dieser Schmerz ist  aber der Schmerz,  der von unterdrückten Emotionen und der Verspannnung durch die Ängste kommt.

Du kennst das vielleicht von Menstruationsbeschwerden… Du hast Schmerzen, verkrampfst dich noch mehr an dieser Stelle und der Schmerz wird noch grösser.

Solange der Körper der Frau unter Stress und Spannung steht, hat dieser keine Möglichkeit die Energie in Fluss zubringen und die Geburt kann nicht dem natürlichen Geburtsprozess folgen.

Sobald ein künstliches Hormon in den Körper eingeführt wird,  hört der Körper auf, die richtige Menge der natürlichen Hormone zu produzieren,  inklusive das wichtige, wundervolle und kraftvolle Endorphin, was das natürliche schmerzlindernde Hormon im Körper ist. In traditionellen Kulturen, wo Geburt als natürlicher Prozess gesehen wird, wo die Mädchen von klein auf bei Geburten mit dabei sind und diese als etwas ganz normlaes und natürliches erfahren, wo die Menschen die Geburt als erfreuliche heilige Feier sehen, erfahren die Frauen den Geburtsprozess anders. Ohne Schmerz.

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